Pd und TCPA - TUXSCHILD.DE - Pd und TCPA


Hauptseite
ueber_mux
ueber_lux
ueber_mmux
ueber_mich
Downloads
Empfehlungen
Impressum
Kontakt
Bilder
Pd/TCPA
         
   

Wie gesagt: Gegen das chemische Element ist nichts einzuwenden, außer einiger "unangenehmer" Verbindungen. ;)

Was ist Palladium und was macht es? Tja, was es wirklich macht wüßten wir wohl alle gerne. Es ist die Schnittstelle im Betriebssystem, die "Vertrauenswürdigkeit" und "Sicherheit" bewirken soll, oder doch nur vorgaukeln? Offiziell beschützt es uns vor Viren und Hacker-Angriffen. Nur die Frage ist: Kann es das wirklich?

Wie auch immer, das heben wir uns noch ein wenig auf, oder auch nicht. Was ist denn überhaupt TCPA (mittlerweile TCG)? Es steht für Trusted Computing Platform Alliance und stellt die hardwareseitige Schnittstelle für Palladium dar. Auf Drängen von Microsoft hat Intel schon begonnen TCPA in der Version 1.1 in Prozessoren zu implementieren. Infinion hat erste Hauptspeichermodule mit TCPA-Chip produziert. TCG steht für Trusted Computing Group. Die TCPA war / ist ein höchst demokratisches Gremium. So demokratisch, so daß alle Entscheidungen einstimmig beschlossen werden müssen. Microsoft hatte für ihre Vorschläge den TCPA 1.2-Entwurf bezüglich keine ausreichende Mehrheit bekommen. Also gründen Microsoft und "getreue" TCPA-Mitglieder (Unter Brüdern 200 Firmen) einfach ein neues Gremium: Eben die besagte TCG. So einfach ist praktizierte Demokratie nach Microsoft.

Selbst Microsoft lernt aus Fehlern. Bei ihren Betriebssystemen hieß das bisher, daß mindestens doppelt so viele neue Fehler wie bisher (und ein paar alte Fehler) in Folgeversionen vorhanden waren. Für die TCG heißt das aber, daß nun eine Zweidrittelmehrheit reicht, um einen Vorschlag zum neuen Standard zu machen.

Viele Fachzeitschriften (Linux-Magazin, c't, CHIP, ...) und Quellen im Internet beschreiben, daß Palladium nicht nur die Rechte von Autoren digitaler Werke schützt, sondern insbesondere Microsoft und Co. vor UNS!

Der Computerbenutzer soll entmachtet und entmündigt werden. Er soll nicht mehr so viele Rechte an seinem Computer haben, wie bisher.

Als man erkannte, daß über Palladium viel Kritik aufkam, wurde es kurzerhand in NGSCB umgenannt. Da sich kein vernünftiger Mensch diese Abkürzung merken kann, weiß man schon weshalb dieser neue Name her mußte: Es sollte weniger (wenn möglich gar nichts) darüber geredet werden. NGSCB steht für Next Generation Secure Computing Base. Nach einer klammheimlichen Implementierung in Hard- und Software hätten wir nur noch wenig dagegen tun können. Jetzt ist aber noch Zeit!

Nur Zeit wofür? Das Problem ist, daß zu viele Computerbenutzer sich auf Mircosoft angewiesen fühlen. Das wissen leider auch die Hardwarehersteller. Sie meinen auch von Microsoft abhängig zu sein, weil es so viele "Microsoft-abhängige" Computerbenutzer gibt. Dies ist aber nicht so. Das hat mehrere Gründe, aber das wichtige ist: Das ist nicht mehr so!
Linux ist ein stables Betriebssystem (das kann Windows nicht im Ernst von sich behaupten ;). Mittlerweile gibt es auch komfortable grafische Benutzeroberflächen (KDE, Gnome, ...). Die Hardwareerkennung und Unterstützung und -erkennung ist auch immer besser geworden. Ob USB, Firewire, Radio- und Fernsehkarte, ...; Die Entwicklung ist vorangeschritten.
Ich sprach mit Bedacht von Abhängigkeit, weil man mit einer ähnliche "Entziehungskur" einen sehr großen Erfolg erzielen kann:
Zum Testen dieses Wunderknaben kann man sich ein CD-Image von Knoppix herunterladen und auf eine CD brennen. Man bootet von der CD und hat ein Linux zum "ausprobieren". Nichts wird auf der Festplatte installiert. Kein Risiko! Es ist auch ein Programm mitgeliefert, um sich dieses Linux auf der Festplatte zu installieren. Es basiert auf Debian und ist daher freie Software. Man kann dieses Minimal-Linux per Internet erweitern und hat ein komplett kostenloses und überaus mächtiges Betriebssystem, das seine Bezeichnung verdient. Für Linux-Einsteiger empfiehlt sich jedoch eher eine Distribution wie SuSE, RedHat oder Mandrake. Sie kosten zwar etwas, aber dafür liefern sie Zusatzprogramme mit, die die Konfiguration für den Benutzer weitgehend übernehmen. Dazu kommt, daß ein gekauftes Linux nicht nur auf einem Computer installiert werden darf, sondern man darf es auf mehreren Rechnern installieren. Ein weiterer Faktor, der dafür spricht ist, daß die Vorgängerversion es auch tut. Ein Problem gibt es leider immer noch: Manche Programme gibt es leider immer noch nur für Windows, aber im Bereich Textverarbeitung bietet SUN eine sehr gute Alternative: Star Office 6.1-Beta1-Download. Noch besser: Es muß nicht unbedingt das kostenpflichtige Star Office sein! Es beitet für die meisten Computerbenutzer zu viel Features. Das kostenlose Open Office beinhaltet fast das gleiche: Nur die Datenbankanwendungen sind nicht enthalten. Die Textverarbeitung und Tabellenkalkulation sind mit Star Office weitgehend identisch.
Es wäre nicht wirklich einfach, von Windows auf Linux umzusteigen, wenn man verschiedene Textverarbeitungsprogramme benutzen müßte. Was soll ich sagen? Open Office und Star Office gibt es auch für Windows.

Grafikbearbeitung ist bei Linux ein noch geringeres Problem. Das kostenlose Programm Gimp ist bei jeder Linux-Distribution dabei. Gimp ist sogar so gut, daß es nach Windows portiert wurde. Ein hervorragendes Bildbetrachtungsprogramm (OK, mit Gimp kann man natürlich auch Grafiken betrachten) ist XnView. Es ist frei vom Chip-Downloadserver verfügbar. Es liest 340 verschieden Grafikformate und kann die Meisterwerke auch in 40 verschiedenen Formaten abspeichern.

OK, Spiele sind ein halbes Argument. Zur Not kann man dafür noch mal Windows booten, aber Moment mal: Es gibt ja noch wine ... . Wine ist nicht nur köstlich (OK, je nach Marke ;), sondern auch ein freier, also wieder kostenloser Windowsemulator. Man kann leider nicht alle Windowsspiele und -programme damit laufen lassen, aber einen Versuch ist es Wert. Es gibt auch das kommerzielle wine-Pendent (Crossover Office). Wem das noch nicht reicht, dem sei gesagt, daß es auch gute Linuxspiele zu kaufen gibt. Ich selbst besitze Alpha Centauri und habe mir Tuxracer bestellt, weil die Demo-Version mir so gut gefallen hat.
Wer jetzt immer noch standhaft Argumente gegen Linux als Desktopbetriebsystem hat soll mir doch bitte eine e-Mail schreiben.

Es kann nicht sein, daß wir in ein bis zwei Jahren nur noch Software von Microsofts Gnaden benutzen dürfen. Diese Homepage zum Beispiel entstand mit freier Software, die man auf einem TCPA- konformen PC nicht mehr benutzen dürfte, weil sie dann nicht als "vertrauenswürdig gilt!

Es ist besser jetzt zu wählen, als später keine Wahl mehr zu haben!


Bislang bin ich noch schuldig geblieben, den Schutz vor Viren und Hackern durch Palladium, ... und TCPA, ..., zu diskutieren. Das will ich nun nachholen. Wir fangen mal mit den Hackern an. Meines Erachtens find die schlimmsten Hacker, die per Internet meinen Computer autorisieren wollen mir manche Dateien nutzbar zu machen, und andere Dateien wieder nicht! Da ich davon überzeugt bin, daß Palladium und TCPA (sowie Nachfolger) über kurz oder lang geknackt werden, gehe ich auch davon aus, daß Hacker diesen Schutz umgehen können. Zum Thema Viren bleibt mir zu sagen, daß die meisten Viren kommerzielle Programme, wie Outlook, MSOffice, ... nutzen, um Schäden anzurichten und um sich auszubreiten. Die meisten dieser kommerziellen Programme werden als "vertrauenwürdig gelten. Daher wird der eventuell resutierende Schutz vor Viren und Hackern wenn überhaupt minimal sein. Allerdings wird der Schutz davor, daß jemand an einem TCPA-konformen PC Microsoft-kritische Software jeglicher Art benutzen kann maximal.


Genug der ernsten Worte: hier gibt es jetzt noch etwas zu lachen: M$-Sagen

               

Für Fragen, Anmerkungen und Ergänzungen steht mein Webmaster (ich) jederzeit zur Verfügung
© Copyright 2002 - 2014 Robin Haunschild  Alle Rechte vorbehalten.
aktualisiert im April 2014 (73 nZ3), optimiert für 1024 x 768