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Gentoo
64 Bit

Ein Bild von mux:

Distributionsübergreifende Informationen habe ich auf die mux-Hauptseite und auf der mux-Sarge-Seite hinterlegt und wiederhole sie nicht alle bei der Beschreibung einer anderen distributionsspezifischen Beschreibung. Daher rate ich jedem auch diese Seiten zu besuchen.


Eines möchte ich vorweg nehmen: Nachdem mein Gentoo erstmal lief, war es das beste 64-Bit-Betriebssystem das ich bisher gesehen habe. ;))
Ich möchte nicht auf jedes Detail der Gentoo-Installation eingehen. Sie ist ausführlich im Gentoo-Installationshandbuch beschrieben. Ich skizziere hier den Verlauf meiner Gentoo-Installation und beschreibe die Besonderheiten und Probleme, die dabei auftauchten. Insgesamt kann ich jedem, der sich auch ein Gentoo-Linux installieren möchte, nur raten, sich vorher das oben verlinkte Installationshandbuch (oder im Falle einer anderen Architektur als AMD64 das entsprechende Installationshandbuch) anzusehen und falls während der Installation kein zweiter PC mit Zugriff auf dieses Handbuch besteht, sich die wichtigsten Schritte zu notieren.
Wie auch immer. Bis dahin war ein ein relativ langer Weg, an dem ich nicht ganz unschuldig bin. Ich lud mit die Gentoo-Universal-Live-CD 2004.2 in der 64-Bit-Variante von einem Gentoo-Mirror herunter. Nachdem ich sie gebrannt und von ihr gebootet hatte, war ich erstmal überrascht, daß meine Festplatte (hda) nicht vorhanden war. Zugriff auf das DVD-Laufwerk (hdc) hatte ich. Von dort hatt ich ja schließlich auch gebootet. In der Ausgabe von dmesg erschien die Festplatte sogar. Leider war in dem ansonsten sehr guten Installationshandbuch von Gentoo auch kein Hinweis dazu zu finden.
In einem Zustand geistiger Umnachtung versuchte ich Gentoo von Knoppix zu installieren, weil Knoppix meine Festplatte automatisch erkennt und ein entsprechendes Gerät anlegt. Nunja, bis zum chrooten ging auch Alles. Nur möchte man mit einem 32-Bit-chroot in eine Umgebung mit einer 64-Bit-Bash chrooten, gibt das einen Fehler und klappt nicht! ;)
Die freundliche und aktive Gentoo-Gemeinde auf der Gentoo-user-de-Mailingliste hat mir mit dem Zaunpfahl gewunken und mich auf die (ohne Direktlink) leider schlecht erreichbare Errata dieses Releases aufmerksam gemacht. Der wichtige Punkt war, daß man bei manchen IDE-Chipsätzen das Modul ide-disk manuell laden muß:
Some chipsets don't automatically detect IDE hard drives, modprobe ide-disk to access them
Es sind noch einige Andere interessante Hinweise in der Errata zu finden. Daher sollte man sie sich zu Gemüte führen, wenn man sich ein Gentoo-AMD64 instalieren möchte.
Da es meine erste Gentoo-Installation war, hatte ich die Stage 3 verwendet (allerdings ohne GRP). Als Kernel ließ ich mir erstmal den Genkernel andrehen. Soweit funktionierte auch alles Problemlos bis mein System installiert war. Als ich das installierte System bootete kam ich über meine Netzwerkkarte nicht ins Internet, obwohl der Treiber korrekt geladen war. Mit dem Kernel der Installations-CD kam ich ohne Probleme ins Internet. Da machte ich mich daran, einen eigenen Kernel zu kompilieren und dann klappte es auch mit dem Internetzugang.
Ein emerge x11-base/xorg-x11 -Dv brachte mir nach dem Einstellen der USE-Variable das grafische System an Bord. Ich begann mit einer ähnlichen USE-Variable, wie sie im entsprechenden Abschnitt des Installationshandbuches beschrieben ist. Eine Verfeinerung der USE-Variable ist mit Hilfe der Beschreibung der möglichen USE-Flags deutlich einfacher. ;))
Zunächst emergete ich mir Fluxbox. Nach ein paar Versuchen erhielt ich auch eine lauffähige xorg.conf. Am nächsten Tag emergete ich mir KDE und Gnome. Ich war überrascht, daß ich beide Desktops am selben Tag kompiliert bekam. Ermutigt von diesem Erfolg, versuchte ich die ATLAS-Bibliotheken über Nacht zu kompilieren. Das wurde aber nichts. Mein Laptop brauchte auch den Tag dazu.
Ein Upgrade von KDE 3.2.3 auf KDE 3.3 klappte soweit recht gut. Allerdings wurde KDE 3.2.3 nicht geunmerged und für KDE 3.3 scheint es noch keine deutsche Sprachunterstützung zu geben. Naja so kann ich zwischen beiden Versionen wechseln. ;))

Zeit für weitere Versuche hatte ich bislang nicht. Allerdings plane ich auch schon, mein Gentoo runterzuschmeißen. Irgendwie reizt es mich ein Gentoo von Stage 1 aus zu installieren. Dafür möchte ich aber auf ein Wochenende warten, daß ich dafür reservieren kann. ;))

         

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